Was kostet ein Transport? Das hängt selten nur davon ab, wie schwer die Ware ist – sondern oft davon, wie viel Platz sie einnimmt. Genau hier kommt das frachtpflichtige Gewicht ins Spiel. Wir erklären, wie es sich aus gewogenem Gewicht und Volumengewicht ergibt, mit welcher Formel Sie es berechnen – und warum leichte, aber sperrige Sendungen trotzdem teuer werden können.
Jedes Transportmittel hat zwei Grenzen: ein maximales Gesamtgewicht und ein begrenztes Ladevolumen. Ein Lkw-Auflieger ist irgendwann „voll" – entweder weil das zulässige Gesamtgewicht erreicht ist, oder weil der Laderaum trotz geringen Gewichts keinen Kubikmeter mehr hergibt. Damit eine Spedition ihre Kapazität fair kalkulieren kann, wird für die Frachtberechnung nicht einfach das Wiegegewicht herangezogen, sondern der jeweils größere von zwei Werten.
Für die Preisbildung sind drei Gewichtsangaben entscheidend:
Das Volumengewicht ergibt sich aus dem Volumen der Sendung und einem festgelegten Umrechnungsfaktor, der je nach Verkehrsträger unterschiedlich ist:
Der Faktor ist standardisiert bzw. vertraglich vereinbart – siehe Tabelle.
| Verkehrsträger | 1 m³ entspricht | Faktor (Volumen × Faktor) |
|---|---|---|
| Luftfracht (IATA) | 167 kg | 167 |
| Seefracht (LCL) | 1.000 kg | 1.000 |
| Straßengüterverkehr (Stückgut) | ca. 330 kg | ca. 330 |
Der Hintergrund: In der Luftfracht ist Platz besonders knapp – deshalb schlägt schon ein Kubikmeter mit 167 kg zu Buche. In der Seefracht gilt die Regel „1 m³ oder 1 Tonne, je nachdem was höher ist" (die sogenannte Frachttonne bzw. Revenue Ton). Im Straßengüterverkehr rechnet man gröber – oder über den Lademeter.
Im internationalen Landverkehr rechnen wir in der Regel nicht nach Volumen, sondern nach Lademeter (LDM). Ein Lademeter entspricht einem Meter Ladefläche über die volle Breite des Aufliegers. Ein Standard-Sattelzug hat rund 13,6 Lademeter. Entscheidend ist also, wie viel Ladefläche Ihre Sendung belegt – die Höhe spielt dabei keine Rolle.
2,40 m ist die Innenbreite eines Lkw-Aufliegers.
Nicht nur in der Speditionsfracht zählt der Raumbedarf – auch im Paketversand rechnen Dienstleister wie DHL, DPD, UPS oder FedEx mit dem Volumengewicht. Jedes Paket wird nach seinen Außenmaßen bewertet: Übersteigt das Volumengewicht das reale Gewicht, bestimmt es die Versandkosten. So verhindern die Anbieter, dass leichte, große Kartons wertvolle Ladekapazität blockieren, ohne die Auslastung zu bezahlen.
Statt eines Faktors nutzen Paketdienste einen Divisor. Der Rechenweg in zwei Schritten: Zuerst das Volumen in Kubikzentimetern aus Länge × Breite × Höhe ermitteln, dann durch den Divisor teilen – bei vielen Anbietern 5.000. Das Ergebnis ist das Volumengewicht in Kilogramm. Ein Karton mit 60 × 40 × 30 cm hat 72.000 cm³; geteilt durch 5.000 ergibt sich ein Volumengewicht von 14,4 kg – unabhängig davon, wie leicht der Inhalt tatsächlich ist.
Ein weiteres Maß ist das Gurtmaß: die längste Kante plus zweimal Breite plus zweimal Höhe. Es begrenzt, wie groß ein Paket sein darf, und hat damit ebenfalls Bedeutung für Annahme und Preis. Wer die Verpackung kompakt hält, senkt Volumengewicht und Gurtmaß gleichzeitig – und damit die Versandkosten.
Unsicher, was Ihre Sendung wirklich kostet?
Schicken Sie uns die Maße und das Gewicht – wir berechnen das frachtpflichtige Gewicht und nennen Ihnen einen belastbaren Preis.
Wer Verpackung und Palettierung optimiert, spart bares Geld: Jeder ungenutzte Kubikmeter wird mitbezahlt. Umgekehrt gilt – realistische Maß- und Gewichtsangaben bei der Anfrage vermeiden Nachberechnungen. Drei Punkte lohnen sich immer:
Weniger Luft in der Verpackung senkt das Volumengewicht direkt.
Falsche Angaben führen zu Nachberechnung – und im Zweifel zu Verzögerungen bei der Verladung.
Bei leichter, sperriger Ware kann See- statt Luftfracht oder eine Sammelladung deutlich günstiger sein – bei Vollcontainern lohnt der Blick auf die richtige Containerwahl und Beladung. Achten Sie außerdem auf korrekte Gewichtsangaben im CMR-Frachtbrief – Abweichungen führen zu Nachberechnungen. Genau dazu beraten wir Sie.
Das Volumengewicht ist ein Rechengewicht, das den Platzbedarf einer Sendung abbildet. Es wird aus dem Volumen (Länge × Breite × Höhe) und einem Umrechnungsfaktor bzw. Divisor gebildet. Nimmt eine leichte Sendung viel Raum ein, wird nach dem Volumengewicht statt nach dem echten Gewicht abgerechnet.
Das Volumen berechnen Sie mit Länge × Breite × Höhe. In der Speditionsfracht multiplizieren Sie das Volumen (in m³) mit dem Faktor des Verkehrsträgers; im Paketversand teilen Sie das Volumen (in cm³) durch den Divisor, meist 5.000. Das Ergebnis ist jeweils das Volumengewicht in Kilogramm.
Für das frachtpflichtige Gewicht vergleichen Sie beide Werte: Sie berechnen zunächst das Volumengewicht aus den Maßen und stellen es dem gewogenen Gewicht gegenüber. Abgerechnet wird der höhere Wert – so fließen Volumen und Gewicht gemeinsam in den Preis ein.
Über den Umrechnungsfaktor bzw. Divisor: In der Luftfracht entspricht 1 m³ = 167 kg, in der Seefracht 1 m³ = 1.000 kg, im Straßengüterverkehr rund 330 kg. Im Paketversand wird das Volumen in cm³ durch den Divisor (z. B. 5.000) geteilt. Das Ergebnis ist das Volumengewicht in Kilogramm.
Man vergleicht das tatsächlich gewogene Gewicht mit dem Volumengewicht und nimmt den höheren Wert. Das Volumengewicht ergibt sich aus Länge × Breite × Höhe (in m) × Umrechnungsfaktor des Verkehrsträgers (Luftfracht 167, Seefracht 1.000, Straße ca. 330 kg je m³).
Länge (m) × Breite (m) ÷ 2,40 m (Innenbreite des Lkw) ergibt die Lademeter. Eine Europalette (1,20 × 0,80 m) belegt 0,4 Lademeter. Das frachtpflichtige Gewicht ergibt sich aus Lademeter × 1.650 kg – für eine Europalette also 660 kg.
Das tatsächliche (gewogene) Gewicht ist das reale Bruttogewicht der Sendung. Das Volumengewicht ist ein aus dem Rauminhalt berechnetes Rechengewicht, das den Platzbedarf abbildet. Abgerechnet wird der höhere der beiden Werte.
In der LCL-Seefracht gilt die Regel „1 Kubikmeter oder 1 Tonne, je nachdem was höher ist“ (Revenue Ton). Ein Kubikmeter entspricht also 1.000 kg Volumengewicht.
Weil in der Luftfracht Platz besonders knapp ist: Schon ein Kubikmeter wird mit 167 kg Volumengewicht angesetzt (Faktor 6.000). Leichte, aber voluminöse Sendungen werden deshalb fast immer nach Volumen abgerechnet.