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Engemann-Lkw an der Laderampe – Containergestellung und Beladung
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Grundlagen

Container beladen und kontrollieren: die Checkliste

Thorben Zieger8. August 2026 6 Min. Lesezeit

Bevor ein Seecontainer beladen wird, entscheidet ein kurzer, gründlicher Blick über teure Schäden, Reklamationen und Verzögerungen im Hafen. Wir erklären, was „Containergestellung" bedeutet, welche Container-Typen es gibt und mit welcher Checkliste Sie einen Container vor der Beladung richtig prüfen – inklusive VGM und Zollverschluss.

Was bedeutet Containergestellung?

Als Containergestellung bezeichnet man das Bereitstellen eines leeren Containers am Beladeort – etwa beim Versender, im Lager oder am Terminal. Die Spedition organisiert Abholung des Leercontainers vom Depot, Transport zur Rampe und nach der Beladung die Zustellung zum Hafen. Wichtig sind dabei die vereinbarten Fristen: Für das Be- und Entladen räumt die Reederei eine freie Zeit ein. Wird sie überschritten, fallen Standgelder an – Demurrage (Container zu lange im Hafen) oder Detention (Container zu lange beim Kunden).

Container-Maße: 20- und 40-Fuß-Container im Überblick

Für die Planung von Gewicht und Volumen sind die Innenmaße und die maximale Zuladung entscheidend. Die wichtigsten Container-Maße der gängigen Standardcontainer – vom 20-Fuß- bis zum 40-Fuß-High-Cube-Container – als Richtwerte:

TypVolumen (ca.)Max. Zuladung (ca.)
20' Standard33 m³28.000 kg
40' Standard67 m³26.500 kg
40' High Cube76 m³26.500 kg
45' High Cube86 m³25.500 kg
Richtwerte – die genaue Zuladung steht auf dem CSC-Schild des jeweiligen Containers.

Vor der Beladung: der Container-Check

Ein Container muss wetterdicht, sauber und unbeschädigt sein. Diese Punkte sollten vor jeder Beladung geprüft werden:

  • CSC-Plakette gültig? Das Sicherheitsschild (Convention for Safe Containers) muss vorhanden und die Prüffrist aktuell sein.
  • Lichttest: Bei geschlossenen Türen von innen auf Lichteinfall prüfen – kein Loch, keine undichte Stelle im Dach.
  • Trocken & sauber: keine Restfeuchte, keine Rückstände oder Gerüche vom vorherigen Ladegut.
  • Boden & Wände: keine Durchbrüche, keine hervorstehenden Nägel, Boden tragfähig.
  • Türen & Dichtungen: Türen schließen sauber, Dichtungen intakt, Verschlussstangen gängig.
  • Vorbeladung dokumentieren: Container-Nummer und Zustand mit Fotos festhalten.
CSC-Plakette
Ein Container ohne gültige CSC-Plakette darf im internationalen Verkehr nicht bewegt werden. Fehlt sie oder ist die Prüffrist abgelaufen, den Container zurückweisen.

Richtig beladen und sichern

Beim Packen zählen Gewichtsverteilung und Ladungssicherung. Schwere Güter nach unten und gleichmäßig über die Bodenfläche verteilen, damit keine Achse und keine Containerseite überlastet wird. Ladelücken ausfüllen oder verzurren, damit nichts verrutscht – auf See wirken erhebliche Kräfte. Die zulässige Zuladung nie überschreiten: Maßgeblich ist der Wert auf dem CSC-Schild, nicht das Volumen. Wie sich Wiege-, Volumen- und frachtpflichtiges Gewicht unterscheiden, erklären wir im Beitrag Frachtpflichtiges Gewicht berechnen.

VGM und Zollverschluss

Seit 2016 schreibt die SOLAS-Konvention vor, dass für jeden Seecontainer vor der Verladung ein verifiziertes Bruttogewicht (VGM – Verified Gross Mass) an die Reederei übermittelt wird. Zulässig sind zwei Methoden: das fertig beladene Gerät wiegen (Methode 1) oder die Einzelgewichte der Ladung plus Tara des Containers addieren (Methode 2). Ohne VGM wird der Container nicht verladen.

Läuft die Sendung im Zolltransit – etwa per Carnet TIR – muss der Container mit einem Zollverschluss (Siegel) versehen und für die Verplombung geeignet sein. Die Siegelnummer wird in den Papieren vermerkt.

Übersee-Transport oder Containergestellung geplant?

Wir organisieren Leercontainer, Beladung, VGM und Verzollung aus einer Hand – von der Rampe bis zum Zielhafen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Containergestellung?

Containergestellung ist das Bereitstellen eines leeren Containers am Beladeort. Die Spedition holt den Leercontainer vom Depot, stellt ihn zur Beladung bereit und bringt ihn nach dem Packen zum Hafen. Für Be- und Entladen gibt es freie Zeiten; bei Überschreitung fallen Standgelder (Demurrage/Detention) an.

Worauf muss ich beim Container-Check vor der Beladung achten?

Gültige CSC-Plakette, Wetterdichtigkeit (Lichttest bei geschlossenen Türen), sauberer und trockener Innenraum ohne Rückstände, unbeschädigter Boden und Wände sowie funktionierende Türen und Dichtungen. Zustand und Container-Nummer per Foto dokumentieren.

Was ist VGM beim Seecontainer?

VGM (Verified Gross Mass) ist das verifizierte Bruttogewicht des beladenen Containers. Seit 2016 muss es laut SOLAS vor der Verladung an die Reederei gemeldet werden – ermittelt durch Wiegen des beladenen Containers (Methode 1) oder Addition der Einzelgewichte plus Tara (Methode 2). Ohne VGM erfolgt keine Verladung.

Wie viel passt in einen 40-Fuß-Container?

Ein 40-Fuß-Standardcontainer fasst rund 67 m³ (High Cube ca. 76 m³) bei einer maximalen Zuladung von etwa 26.500 kg. Maßgeblich ist immer die auf dem CSC-Schild angegebene zulässige Zuladung des konkreten Containers.

Wie groß ist ein 20-Fuß-Container?

Ein 20-Fuß-Standardcontainer hat Innenmaße von etwa 5,90 m × 2,35 m × 2,39 m (L×B×H), ein Ladevolumen von rund 33 m³ und eine maximale Zuladung von ca. 28.000 kg. Die genauen Maße und die zulässige Zuladung stehen auf dem CSC-Schild des jeweiligen Containers.

Autor

Thorben Zieger

Osteuropa- & GUS-Verkehre · Engemann East

Thorben Zieger steuert die Verkehre nach Osteuropa, in die GUS-Staaten und Richtung Zentralasien. Er kennt Grenzabläufe, Zolldokumente und Transitwege aus dem täglichen Betrieb.

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